Lai da Rims

15. – 19. August – Graubünden

Unser erster Halt im Kanton Graubünden war der TCS Camping in Thusis, welcher eigentlich nur als Zwischenhalt dienen sollte. Der Campingplatz liegt mitten in einem Wald. Die Stille und Zufriedenheit gefiel uns so, dass wir spontan noch eine weitere Nacht dazu buchten und dort zwei Nächte verbrachten.

Mit dem Postauto fuhren wir am Montag von Thusis zur Viamalaschlucht. Diese Schlucht ist sehr eindrücklich und kann anhand einer kleinen Rundtour bestaunt werden. Die Schlucht liegt in Zillis, circa drei Stunden zu Fuss von unserem Camping entfernt. Über eine Hängebrücke und neben einer kleinen Burg vorbei wanderten wir wieder zurück zu unserem Schlafplatz.

Am Dienstag verabschiedeten wir uns schweren Herzens von diesem wundervollen Campingplatz und fuhren weiter. In Chur machten wir einen kurzen Zwischenhalt, damit wir die zwei weiteren Stunden Fahrt mit genug Energie antreten konnten. In einem Shoppingcenter kauften wir uns neuen Lesestoff und stillten unseren Hunger.

Unser Plan war, auf einem der zwei Campingplätze im Val Müstair zu übernachten, leider waren beide komplett ausgebucht. Bereits etwas verzweifelt fanden wir auf der App „Park4Night“, einen privaten Stellplatz in Fuldera. Der Vermieter war supernett und für zwanzig Franken pro Nacht, inklusive Strom, Wasser und Toilette, durften wir auf seinem Grundstück campieren. Wir waren „gottefroh“, denn für den nächsten Tag hatten wir eine weitere Wanderung geplant, welche wir unbedingt antreten wollten:

In Santa Maria, einem Nachbardorf von Fuldera, ging es los. In drei Stunden wanderten wir circa 1‘024 Höhenmeter den Berg hoch. Ein Riesenkampf, aber es hat sich gelohnt:

Lai da Rims

Der Lai da Rims lag endlich vor uns und wir konnten es kaum glauben, dass wir es geschafft hatten.

Fast zwei Stunden rasteten wir am See, wir waren verzaubert von diesem wunderschönen blauen Bergsee. Danach ging es wieder drei Stunden zurück. Trotz schmerzenden Füssen entschieden wir uns, nach Fuldera zurückzumarschieren und nicht nach Santa Maria, was uns etwa eine weitere Stunde kostete. An diesem Tag sind wir fast achtzehn Kilometer gewandert, dementsprechend fühlten wir uns am Abend auch unendlich müde. Der wundervolle Anblick auf dem Berg, waren Schmerzen und Erschöpfung jedoch wert.

Am nächsten Morgen schliefen wir etwas länger, um wieder fit zu werden. Wir fanden leider nirgends in Graubünden einen Campingplatz, welcher noch Platz für uns gehabt hätte. Da wir uns nun doch mal wieder eine Dusche gönnen wollten, unser aktueller Stellplatz das aber nicht bieten konnte, entschieden wir uns also, weiter Richtung Nordostschweiz zu ziehen.

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