An einem heissen Sommertag eine Abkühlung gefällig? Ich habe da eine gute Idee: Die St. Beatus-Höhlen im Berner Oberland bieten mit schon fast eisigen Temperaturen von 8 – 10 Grad Celsius eine gute Abkühlung, bei welcher du womöglich sogar in langer Kleidung frierst.
| Lage | Berner Oberland, nahe Interlaken am Rande des Thunersees |
| Strecke | ca. 1 km |
| Zeitaufwand | ca. 1 Stunde |
| Temperatur | ca. 8 – 10 Celsius Grad |
| Anreise | Mit dem ÖV oder Auto (Parkplätze sind vorhanden) |
| Preise | Erwachsene CHF 19 / Kinder CHF 11 |
Wie bereits oben aufgelistet, kannst du ca. einen Kilometer der Tropfsteinhöhle, auf einem gepflästerten Weg, selbstständig begehen. Wobei das nur ein Bruchteil des Höhlensystem ist, bis heute sind ca. 14 Kilometer erforscht. Wir brauchten für die Besichtigung ca. eine Stunde, aber wir haben es sehr gemütlich genommen und haben alles genau begutachtet.
Vom Parkplatz aus musst du etwa einen zehnminütigen Spaziergang zurücklegen, damit du den Eingang der Höhlen erreichts.
Zu Beginn, bevor die Höhlenbesichtigung losgeht, erfährst du anhand einer Infotafel und einer Inszenierung mit Puppen etwas über die heldenhafte Geschichte der St. Beatus-Höhle.
Laut der Legende soll im Mittelalter in den Höhlen ein schauriger feuerspeiender Drache gehaust haben. Der Heilige Beatus trat ihm mit dem Kreuz entgegen und rief die heilige Dreifaltigkeit an. Darauf floh der Drache und stürzte sich mit Gebrüll in den Thunersee und ertrank.
Quelle: St. Beatus-Höhlen – Wikipedia
Bei Betreten der Tropfsteinhöhle sind die Temperaturen noch angenehm kühl, aber je weiter du ins Innere des Berges gehst, desto kälter wird es. Durch den tosenden und stiebenden Fluss, welcher durch die Tropfsteinhöhle fliesst, kannst du schon mal nass werden. Ich habe mich aus diesem Grund mit einer Regenjacke ausgerüstet. Die ganze Höhle ist wunderbar mit Lichtern beleuchtet, damit du jedes einzelne
Detail genau betrachten kannst. Durch die Lichtinszenierung wirkt das ganze magisch. Auf dem Weg durch die Höhle findest du immer wieder Informationstafeln mit wissenswerten Informationen über die Entstehung und Geschichte der Höhle.
Um dein Wissen noch etwas mehr zu vertiefen, hast du die Möglichkeit das Höhlenmuseum zu besichtigen. Hier erfährst du viel über Geologie, also wie Höhlen überhaupt entstehen können, über die Tierwelt, welche in und rund um die Beatus-Höhlen wohnen und auf einer riesengrossen «Screenwall» werden internationale Höhlen miteinander verglichen. Du hast die Möglichkeit das Ganze mit einem Audioguide anzuhören. Ausserdem gibt es ein kleines Kino, in welchem spannende Dokumentationen über das Thema Höhlen abgespielt werden. Das Museum ist im Ticketpreis bereits inbegriffen.
Für das leibliche Wohl gibt es ein Restaurant, in welchem du Mittagessen oder auch nur einige Snacks kaufen kannst. Zudem gibt es einen Spielplatz mit Feuerstelle. Spontan haben wir uns jedoch entschieden, in einem Restaurant am See zu essen. Wir haben die
kleine gemütliche Eden Beach Bar-Lounge gefunden, in welcher wir lecker speisen konnten, inklusive grossartiger Aussicht auf den Thunersee:
Ich finde es recht faszinierend, dass sich so ein riesiges Höhlensystem in einem Berg versteckt. Und noch faszinierender finde ich, dass wir die Möglichkeit haben diese zu begehen und zu bestaunen. Dieses Naturwunder ist auf jeden Fall, trotz recht hohem Eintrittspreis, ein Besuch wert – vor allem bei unerträglicher Sommerhitze.



